Siegbert Porada

Seine Bilder
schockieren,
ängstigen,
provozieren,
und dennoch
faszinieren sie.
 
Der Künstler Siegbert Porada Drucken

Bereits in den 70-er Jahren des vorigen Jahrhunderts schockiert und provoziert er in einer Ausstellung in der oberschlesischen Provinzstadt Oppeln, seiner Heimat, mit einer Reihe von Porträts das Publikum:


Dann auf seinen Reisen nach Russland begegnet er der Kunst der orthodoxen Kirchen, den Ikonen und Ikonostasen. Und so malt er jetzt – auf Goldgrund und groß – Ikonen, malt und montiert Ikonen, er nennt sie Porträts, malt und montiert Ikonostasen und Altarbilder, er nennt sie Kathedralen:


Auch hier das Schockierende: nicht christliche Heilige schauen uns von diesen Bildern her an, sondern monströse, zu Robotern mutierende Gestalten, Cyborgs. Doch sie glänzen, golden, silbern, wie die Ikonen, schockieren also nicht nur, und, wie die Ikonen, sind sie aufgebaut nach strengen Regeln, eingeordnet in Kompositionen voller Harmonie.

Es ist Siegbert Poradas Kunst: ein Spiel mit Formen und Farben, eine spielerische Auseinandersetzung mit Traditionen, Religionen, Kulturen.

Neben Porträts und Kathedralen sind Landschaft und Altstadt weitere wichtige Themen seines Schaffens von Anfang an. Auch hier greift er traditionelle Formen der Malerei auf, verformt und verfremdet sie, spielt mit deren Elementen. Diese Haltung führt im Verlauf seiner künstlerischen Entwicklung zu einer immer abstrakteren Gestaltung seiner Themen:

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 03. Dezember 2010 um 13:56 Uhr